Längere Zeit war es still um den geplanten Bürgerbus – jetzt kommt Bewegung in das Projekt.
Nach der Weigerung von Bürgermeister Schmitt, die erforderliche Betriebsmeisterschaft zu übernehmen, stand der Bus vor dem Aus. Inzwischen ist es den Verantwortlichen des Bürgerbusvereins gelungen, diese Position mit Götz Junk kompetent zu besetzen.
Nun ist man mit der Gemeinde wieder im Gespräch: Diese möchte jetzt den ursprünglich geplanten Einsatz des Bürgerbusses zeitlich und räumlich stark erweitert haben: das Gewerbegebiet soll angefahren werden, um eventuellen Pendlern eine ÖPNV-Anbindung bieten zu können. Eine Herausforderung, der man sich seitens des Vereins stellen will. Zur Zeit wird ein entsprechender Fahrplan ausgearbeitet und in Kooperation mit der Gemeinde werden parallel die weiteren Details rund um Anschaffung und Betrieb des Busses geklärt. 
Der Vereinsvorstand mobilisiert derzeit die bereits registrierten Fahrer – diese sollen zeitnah ihren Personenbeförderungsschein machen.
Um den dauerhaften Betrieb zu gewährleisten, benötigt der Verein weitere Menschen, die bereit sind, einige Stunden ihrer Zeit für diesen sinnvollen Einsatz für das Gemeinwesen zu erübrigen und Freude daran haben, sich in ein ehrenamtliches Team einzubringen. Stellen Sie sich in den Dienst der guten Sache, werden Sie Fahrer/in des Bürgerbusses! 
Selbstverständlich sind dem Verein darüber hinaus auch Personen, Firmen oder sonstige Einrichtungen, die das Projekt „Bürgerbus“ gerne unterstützen möchten, jederzeit sehr willkommen.

Gerne können Sie sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 92 49 30 an den Verein wenden.

gw

Seit einigen Jahren treffen sich Bürgerbusvereine im Großraum Stuttgart zum informellen Erfahrungsaustausch. Jetzt fand in Wendlingen am Neckar zum ersten Mal ein Treffen in einem deutlich größeren Rahmen statt. 
Angereist waren Vertreter von 20 Bürgerbusprojekten von Pfullingen (Südwürttemberg) über Boxberg (Nordwürttemberg) und Breisach (Südbaden) bis Plankstadt (Nordbaden).

Begrüßt wurden die Vertreter von Bgm Steffen Weigel, der selbst an einem Samstag im Monat den Bürgerbus steuert, nach seiner Meinung die beste Bürgersprechstunde überhaupt, und Fred Schuster vom Bürgerbusverein Wendlingen.

Gesprochen wurde über Fahrgast- und Fahrergewinnung sowie Zulassungsproblemen bei E-Bussen. Intensiv diskutierten die Teilnehmer die Gründung eines Landesverbandes, um den Austausch untereinander zu verbessern und eine Interessenvertretung im politischen Raum zu installieren. Erreicht wurde in Baden-Württemberg bereits, dass im Haushalt ein eigener Posten für die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von Bürgerbussen eingerichtet wurde und 100.000 € pro Jahr zum Abruf bereit stehen.

Die offizielle Gründung eines Landesverbandes wird am Sonntag, 14.09.2014 im „Uditorium“ in Uhingen im Filstal stattfinden, damit viele Initiativen aus allen Ecken des Landes Baden-Württemberg teilnehmen können. Auch ein möglicher "Frontmann" stellte sich vor. Der Landtagsabgeordnete Sascha Binder aus Geislingen, Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtages, unterstützt die Bürgerbusidee und sieht die verstärkte Förderung aufgrund seiner Erfahrungen im Landkreis Göppingen als wichtige Aufgabe an.

„Die Veranstaltung hat mir gezeigt, dass das Modell Bürgerbus umsetzbar und erfolgreich sein kann“, sagte anschließend Sigrid Schüller, Vorsitzende des Plankstädter Bürgerbusvereins. Im Gepäck hatte sie außerdem viele aufmunternde Worte von anderen Initiativen, man solle durchhalten und andere Möglichkeiten als Vorstufe zum Bürgerbus ausprobieren. Diese werden jetzt in Plankstadt besprochen werden.

sch

 

Auf einer Mitgliederversammlung des Bürgerbus-Vereins wurde kürzlich die aktuelle Situation bezüglich der Realisierung eines Bürgerbusses für Plankstadt besprochen. Bekanntlich soll einem Gemeinderatsbeschluss vom November 2011 zufolge ein Bürgerbus als Ergänzung zur Linie 713 die Mobilität innerhalb Plankstadts verbessern – als eine Zielgruppe könnten die Seniorinnen und Senioren davon besonders profitieren und ihren Alltag besser meistern.

Der Bürgerbus-Verein hat zahlreiche ehrenamtliche Fahrer für das Projekt begeistern können, hat zusammen mit dem Ordnungsamt eine Fahrtroute mit Haltestellen erarbeitet und sich um eine Beschaffungsmöglichkeit für das Fahrzeug gekümmert.

Für den letzten entscheidenden Schritt, die Übernahme der erforderlichen „Betriebs-meisterschaft“ benötigt der Verein nun die Unterstützung der Gemeinde oder des örtlichen Verkehrsträgers (BRN). In allen Gemeinden mit Bürgerbus, mit denen der Plankstadter Verein in Kontakt steht, wird dies auch so gehandhabt.

In Plankstadt allerdings ist diese Lösung nicht möglich – der BRN hat abgelehnt und auch Bürgermeister Schmitt verweigert seine Hilfe, wohl nicht zuletzt deshalb, weil er das Projekt von Anfang an abgelehnt hatte und nach wie vor eine überdimensionierte und überteuerte Stadtbuslinie favorisiert. Unterstützung durch den Bürgermeister habe es zwar durchaus gegeben, damit wollte er sich in diesem Punkt wohl unangreifbar machen, aber nur bei untergeordneten Organisationsfragen. Die entscheidende Hilfe, die letztlich den Bürgerbus realisieren würde, bleibt jedoch aus. Der Bürgerbus-Verein kann für die Gemeinde eine wertvolle Dienstleistung erbringen, dies geht jedoch nicht ohne Kooperation mit der Verwaltung, die bestimmte Voraussetzungen schaffen muss, damit der Verein tätig werden kann. In keiner der dem Verein bekannten Gemeinden läuft der Bus gegen den Willen der Kommune, im Gegenteil: dort ist man dankbar für das Angebot. Die zahlreich erschienen Mitglieder und darunter besonders die Fahrer äußerten Unverständnis und Unmut über den Stand der Dinge. „Ich will mich ehrenamtlich für ein mir sinnvoll erscheinendes Projekt einbringen und mithelfen, dass die Gemeinde Geld sparen kann und dann wird alles aus fadenscheinigen Gründen torpediert – hier wird bürgerschaftliches Engagement mit Füßen getreten“, machte ein verhinderter Fahrer seinem Ärger Luft und sprach damit seinen Mitstreitern aus der Seele.

Die Runde diskutierte engagiert die bestehende Situation. Dabei kristallisierte sich die Erkenntnis heraus, dass man derzeit in Plankstadt leider keine Möglichkeit der Realisierung sieht, dies aber für die Zukunft doch im Auge behalten möchte. „Wir sind einfach zu früh dran, vielleicht sieht die Welt in zwei Jahren ganz anders aus“, brachte ein anderer Redner die Stimmung auf den Punkt. Der Vorstand hat sich zwischenzeitlich auch schriftlich an Herrn Landrat Dallinger gewandt mit der Bitte um Unterstützung seitens des Kreises, schließlich könnte in Plankstadt kreisweit der erste Bürgerbus entstehen.

Der Verein, so eine weitere Entscheidung, bleibt bestehen und wird die weitere Entwicklung beobachten, um den Bürgerbus wenn irgend möglich auch mit Hilfe von Kreis und Land doch noch zum Rollen zu bringen.

gw

Auf dem Weg zum Bürgerbus: Gründung des „Bürgerbusvereins“ erfolgt

Eine weitere Hürde auf dem Weg zum „Bürgerbus für Plankstadt“ wurde dieser Tage genommen: im Gemeindezentrum gründeten 23 Mitglieder den Bürgerbusverein als Träger des zu installierenden Bürgerbusses. 

Zu Beginn der Versammlung gaben Gemeinderätin Sigrid Schüller und Gaby Wacker Informationen zum Projekt – was der Bürgerbus leisten soll und was von den Verantwortlichen auf dem Weg dahin noch zu meistern ist.

Der Bürgerbus hat das Ziel, die innerörtliche Mobilität und die Anbindung an die bestehende Buslinie 713 zu verbessern. Eine Streckenführung, die das Ortszentrum mit seinen verschiedenen Einrichtungen, die Einkaufsmärkte, das Altenzentrum und den Friedhof bedient, ist dabei auf die Bedürfnisse insbesondere der über 2000 älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zugeschnitten. Es geht den Initiatoren darum, ein möglichst passgenaues, aber nicht überdimensioniertes Angebot zu machen. 

Der Bus mit seinen 8 Sitzplätzen wird dabei von ehrenamtlichen Fahrern gesteuert und wird linientauglich sein; das bedeutet, er hat eine automatische Einstiegstür und bietet Platz für Rollatoren, aber auch Kindersitze, denn Mütter/Väter mit Kindern sind auch eine mögliche Zielgruppe. 

Danach hatte Versammlungsleiter Claus Huckele das Sagen. Unter seiner Führung wurde die Vereinssatzung diskutiert und verabschiedet,  der Jahresbeitrag beschlossen (24.-- € pro Jahr, Fahrer sind beitragsfrei)  sowie der Vorstand gewählt.

Dieser setzt sich zusammen aus:
Sigrid Schüller, 1. Vorsitzende und Geschäftsführerin
Rolf Hamm, stellvertretender Vorsitzender
Andreas Kistner, Kassenwart sowie
Oliver Haag, Dieter List, Dr. Arno Neidig, Karl Schleich, Jutta Schneider, Gaby Wacker und Ursula Wertheim-Schäfer als Beisitzer.

Dieses Vorstands-Team wurde von der Versammlung bevollmächtigt, beim zuständigen Registergericht die Eintragung ins Vereinsregister zu erwirken.

Die nächsten Aufgaben bestehen darin, eine ärztliche Untersuchung für die Fahrerinnen und Fahrer zu organisieren, damit der erforderliche Personenbeför-derungsschein erworben werden kann. Beschafft werden muss natürlich das Fahrzeug, für das bereits ein Angebot von etwa 50.000.-- € vorliegt. Auch in wessen Trägerschaft es betrieben wird, ist noch festzulegen. All diese Fragen sind in Kooperation  mit Gemeindeverwaltung und Gemeinderat zeitnah zu klären.

Bereits mit der Gemeinde abgestimmt wurden Streckenführung und Haltestellen, die zuständige Verkehrskommission wird abschließend über die Planung befinden.

Das Vorstandsteam wird das Projekt „Bürgerbus“ weiterhin aktiv vorantreiben und freut sich auf weitere Vereinsmitglieder und Fahrer zur Unterstützung. 

gw