Mit Rolf Hamm ist dieser Tage ein Urgestein der Bürgerbus-Fahrer vom Fahrersitz gestiegen.

Er hat den Bürgerbusverein seit den Anfängen im Jahr 2013 mit aufgebaut und war als stellvertretender Vorsitzender maßgeblich an den Vorbereitungsaufgaben und am Erfolg beteiligt. Als dann 2016 der Fahrbetrieb anlief, war Rolf Hamm bei den ersten, die den erforderlichen Personenbeförderungsschein erwarben.

Er saß immer mit großer Freude und blendender Laune hinterm Lenkrad. Das übertrug sich wie von selbst auf die Fahrgäste. Er erfreute sich großer Beliebtheit und war immer für einen Spaß zu haben: als einmal der 6. Dezember auf „seinen“ Freitag fiel, verteilte er – stilecht mit Nikolausmütze verkleidet – Schoko-Nikoläuse an die Fahrgäste. Für die Kinder gab’s oft eine kleine süße Überraschung. Legendär sein Einsatz als „Rosenkavalier“: er überbrachte im Auftrag eines stark gehbehinderten Herrn formvollendet einer Dame einen Blumenstrauß.

Nun ist sein Personenbeförderungsschein abgelaufen und Rolf Hamm scheidet aus Altersgründen aus dem Fahrer-Team aus. Die Fahrgäste werden ihn vermissen!

Rolf Hamm bedankte sich für den coronabedingt kleinen Abschied nach seiner letzten Fahrt. Er erinnerte an die Anfänge, und dass es zu Beginn anstrengend gewesen war, die Widerstände gegen das Projekt zu überwinden. Er betonte, dass ihm das Engagement beim Bürgerbus immer viel Freude gemacht habe und er von den Fahrgästen auch viel zurückbekommen habe.

Die Fahrerkollegen*innen haben die Hoffnung, ihn hin und wieder als Fahrgast begrüßen zu können und natürlich weiterhin bei allen Vereinstreffen und -aktivitäten.

Heiner Wolf überreicht zum Abschied ein kleines Geschenk. 

Werner Wohlfahrt bedankt sich für den großen Einsatz, den Rolf Hamm immer gezeigt hat.

 Rolf Hamm bedankt sich bei den Mitstreitern und betont, wie viel Spaß ihm dieses Ehrenamt gemacht hat.

Text: Gaby Wacker, Fotos: Willi Lieske

Auch das Cockpit ist übersichtlicher gestaltet, Foto: Gaby Wacker

 

Der „alte“ Bus befand sich wegen Wartungsarbeiten und TÜV in der Werkstatt. Der neue Bus, der im Dezember in Plankstadt angekommen war, hatte seinen ersten Einsatz im regulären Fahrbetrieb.

In den letzten Wochen war alles vorbereitet worden: die Werbeaufdrucke der Sponsoren waren aufgebracht worden und die Fahrerinnen und Fahrer machten sich nach und nach – coronabedingt in Zweiergruppen – mit der Handhabung des Fahrzeugs vertraut.

Der Innenraum präsentiert sich deutlich verändert. Die acht Sitze sind so angeordnet, dass die Rückbank mit nur noch drei Sitzplätzen komfortabler ist und hinter dem Fahrersitz mehr Platz für Rollatoren zur Verfügung steht.

Künftig werden alter und neuer Bus im Wechsel fahren, so dass immer ein Fahrzeug zur Verfügung steht. In diesem Zusammenhang gilt ein großes „Dankeschön“ der TSGE Plankstadt, die dem Bürgerbusverein in den vergangenen fünf Jahren oft ihren Jugendbus zur Verfügung gestellt hatte, wenn der Bürgerbus wegen Reparaturarbeiten ausgefallen war.

Das Bürgerbusteam freut sich darauf, in pandemiefreieren Zeiten mit Fahrgästen und Freunden das neue Fahrzeug im Rahmen einer öffentlichen Präsentation vorzustellen.

Gaby Wacker

 

Beim Bürgerbusverein gibt es nicht nur ein neues Fahrzeug, sondern auch gleich drei neue Fahrerinnen und Fahrer.

Coronabedingt sind in der letzten Zeit einige Fahrer*innen ausgefallen, weil sie entweder selbst oder ein Familienmitglied zur Risikogruppe gehören. Umso erfreulicher verlief die im August durchgeführte Probefahraktion zur Werbung neuer Fahrer. Gleich drei Personen haben inzwischen den Personenbeförderungsschein erworben und sind seit ein paar Wochen im Einsatz.

   

Kirsten Neuer (59) aus Schwetzingen, ehemalige Telekom-Mitarbeiterin und frischgebackene Vorruheständlerin hält den Bürgerbus „für eine super Idee“ und hat sich deshalb entschieden, Teil des Teams zu werden. Am Donnerstagnachmittag ist sie jetzt mit viel Freude im Bürgerbus im Einsatz.

Holger Reichardt (63), ebenfalls aus Schwetzingen, hat aber in jungen Jahren 20 Jahre lang in Plankstadt gelebt, hier die Schule besucht und Fußball gespielt und kennt sich deshalb bestens aus. Seit dem Frühjahr ist er Rentner- nach 34 Jahren bei SAP - und seit kurzem montagnachmittags am Steuer des Bürgerbusses.

Mit Norbert Engelhardt (64) ist im wahrsten Wortsinn ein gebürtiger „Ur-Plänkschter“ zum Team gestoßen. Der Vorsitzende des Gesangvereins „Sängerbund-Liedertafel“, ebenfalls seit kurzem im Ruhestand, ist seit einigen Wochen am Dienstagnachmittag der „Fahrdienstleiter“ im Bus.

Befragt nach ihrer Motivation bezeichnen alle drei „Neuen“ den Bürgerbus überein-stimmend als „Idee, die sie sofort begeistert habe“. Alle sind mit Spaß dabei, haben Freude am Umgang mit den Fahrgästen und das gute Gefühl, mit ihrem Einsatz eine sinnvolle Sache zu unterstützen.

Wenn der ein oder andere Leser*in jetzt Lust bekommen hat und sich diese ehrenamtliche Tätigkeit vorstellen könnte: Zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Jede(r) Fahrer(in) gibt gerne Auskunft. Wir freuen uns auf Sie!

Abschließend möchten sich Vorstand und Fahrer-Team sehr herzlich bei den Fahrgästen für die zahlreichen Aufmerksamkeiten zu Weihnachten bedanken und allen ein glückliches und gesundes Neues Jahr wünschen. Passen Sie alle auf sich auf und bleiben Sie gesund!