Dieser Tage führte der Bürgerbusverein seine diesjährige Hauptversammlung durch. Vorsitzender Werner Wohlfahrt konnte zahlreiche Mitglieder, darunter auch Bürgermeister Nils Drescher, begrüßen, die gekommen waren, um die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr sowie die künftige Entwicklung des Bürgerbusbetriebs zu diskutieren und die vorgeschriebenen Regularien zu erfüllen. Nach Entgegennahme des Vorstandsberichts von Wer- ner Wohlfahrt, des Kassenberichts von Andreas Kistner, des Prüfberichts von Roswitha Kolb und des Berichts von Fahrer-Obmann Heiner Wolf und einstimmig erfolgter Entlastung des Vorstandes lag der Fokus naturgemäß auf der künftigen Entwicklung des Busbetriebes.

Geschäftsführerin Sigrid Schüller unterlegte die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen mit präzisen Daten. Dabei zeigt sich, dass die Nordrunde stetig steigende Zahlen aufweist, während die Südrunde auf sehr niedrigem Niveau stagniert. Deshalb wird der Verein eine Änderung der Konzession dahingehend beantragen, die Südrunde zu streichen und die Nordrunde im 30-Minuten-Takt zu bedienen. Auch der von den Fahrgästen gewünschte Samstagsbetrieb wird dann aufgenommen.

Wie bereits im vergangenen Jahr wird es zum Ortsmittefest am 12. August, zum Straßenfest und zum Weihnachtsmarkt wieder einen Fahrdienst geben. Der Sonderfahrplan wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Betriebsleiter Götz Junk sprach die Frage der noch ungeklärten Finanzierung des Bürgerbusses seitens VRN und Rhein-Neckar- Kreis an. Bürgermeister Drescher stellte dazu fest, dass die Förderkriterien derzeit erarbeitet würden, so dass die Förderhöhe momentan noch nicht beziffert werden könne. Im Rahmen des neuen Nahverkehrsplans des Rhein-Neckar-Kreises wird sich die Gemeinde dafür einsetzen, die für die Linienverkehre übliche Förderung auch auf den Bürgerbus anzuwenden.

In seinem Schlusswort bedankte sich der Vorsitzende bei allen Fahrern, aber auch den Fahrgästen für ihre Spenden und Geschenke. Er betonte das gute Miteinander und dass alle Fahrer mit viel Freude bei der Sache seien.

Gaby Wacker

Das war eine gelungene Überraschung für Theresia Laubscher. Sie wurde am vergangenen Dienstag am Rathaus von einem Team des Bürgerbusvereins und Bürgermeister-Stellvertreter Hans-Peter Helmling als 10.000. Fahrgast des Bürgerbusses mit einem großen Blumenstrauß und einem Glas Sekt begrüßt. Auch ihre Mitfahrerinnen Isolde Meyer (9.999.) und Adelheid Schönig (10.001.) erhielten ein Blumenpräsent.

Die drei Damen, die regelmäßig den Bürgerbus benutzen, waren auf dem Weg zum Senioren-Café der katholischen Kirchenge- meinde und vom besonderen Empfang sehr angetan.

von li. Bürgermeister-Stellvertreter Helmling gratuliert Adelheid Schönig,
Theresia Laubscher und Isolde Meyer

Werner Wohlfahrt, der Vorsitzende des Bürgerbusvereins stellte in seiner kleinen Ansprache fest, dass der Bürgerbus in den vergangenen 14 Monaten so viele Menschen befördert hat wie Plankstadt Einwohner hat.

von re: Werner Wohlfahrt, Gaby Wacker und Fahrer Knuth Doll
mit den Jubiläums-Mitfahrerinnen

Als vergangenen Dezember der 5.000. Fahrgast den Bus bestiegen hatte, entsprach das einem Tagesdurchschnitt von 35 Fahrgästen. In der Zwischenzeit hat sich dieser Wert auf über 40 Personen pro Tag gesteigert.

Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass sich der Bürgerbus zu einer festen Institution entwickelt hat, die viele Menschen nicht mehr missen möchten.

Gaby Wacker 

 

Ein voller Erfolg für den Bürgerbusverein war die letzten Samstag auf dem Festplatz durchgeführte Probefahrt-Aktion.
Der Verein möchte bekanntlich auf Wunsch der Fahrgäste den Fahrbetrieb auf den Samstagvormittag ausweiten und benötigt dafür zusätzliche ehrenamtliche Fahrer. Mit der Aktion sollte Interessenten die Möglichkeit gegeben werden, sich den Bus anzuschauen und auch eine Schnupperrunde durch Plankstadt zu drehen.

Die beteiligten Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer (Foto: Sigrid Schüller)

 

Die Resonanz auf dieses Angebot war außerordentlich gut. Es konnten an diesem Vormittag sage und schreibe vier neue Fahrerinnen und Fahrer gewonnen werden: ein Ehepaar aus Plankstadt und je ein Fahrer aus Schwetzingen und Ketsch sind dem Verein beigetreten und machen in den nächsten Wochen ihren Personenbeförderungsschein. Darüber hinaus hat Herr Bürgermeister Drescher inzwischen seinen P-Schein erworben und sich ebenfalls bereit erklärt, im Wechsel mit anderen samstags zu fahren. Er hat es sich auch nicht nehmen lassen, beim Festplatz vorbeizuschauen und einige der Fahrer über die „Nordschleife“ zu chauffieren – für diese eine ganz andere Perspektive, einmal auf den hinteren Plätzen zu sitzen.

Der Verein kann nach diesem Vormittag das für alle Nutzer des Bürgerbusses erfreuliche Fazit ziehen, dass der Samstagsbetrieb gesichert ist. Sobald alle Fahrer ihren P-Schein haben, was aber erfahrungsgemäß aufgrund der bürokratischen Erfordernisse einige Wochen dauert, kann es losgehen.

Gaby Wacker

Bisher über 8000 Fahrgäste befördert

Seit genau einem Jahr fährt der Bürgerbus durch Plankstadt und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass er nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken ist.
Anfang März vergangenen Jahres nahmen Vertreter des Bürgerbusvereins um den 1. Vorsitzenden Werner Wohlfahrt das Fahrzeug im thüringischen Weida, wo der Umbau nach den Plankstadter Vorgaben vorgenommen worden war, in Empfang. Nachdem sich die Fahrer mit dem Bus eingehend vertraut gemacht hatten und nach einer offiziellen Einweihungsfeier startete der Betrieb nach Fahrplan am 21. März 2016.
Vorausgegangen war eine über 4-jährige Vorbereitungszeit, in der viele Hindernisse zu überwinden und behördliche Vorgaben zu erfüllen waren. Nach erwartungsgemäß zunächst zögerlichem Beginn steigerten sich die Fahrgastzahlen stetig und bereits Ende Mai konnte der 1000. Fahrgast begrüßt werden.

Nach 6 Monaten hatten die ehrenamtlichen Fahrer bereits mehr als 3700 Passagiere chauffiert, aktuell liegt die Zahl bei 8053. Diese kontinuierliche Zunahme zeigt die Stärken des Bürgerbusses: Er ist eine sinnvolle und angemessene Ergänzung zum bestehenden ÖPNV. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Fahrer*innnen sind das Markenzeichen, das die Fahrgäste an „ihrem“ Bus so schätzen.

Als Service des Vereins wurden einige „Sondereinsätze“ anlässlich Ortsmitte- und Straßenfest, an Allerheiligen und zum Weihnachtsmarkt außerhalb des regulären Fahrplans gefahren – auch diese wurden sehr gerne angenommen. Generell wurden im Winterhalbjahr jahreszeitbedingt die dunklen Morgen- und Abendstunden eher gemieden, die Nutzung konzentrierte sich auf den späten Vor- und den frühen Nachmittag. Besonders für die älteren Mitbürger*innen war der Bus in der dunklen und kalten Jahreszeit unverzichtbar.

Eine besondere Ehre wurde dem Bürgerbus Anfang Oktober zuteil: Bürgermeister Nils Drescher nutzte an seinem 1. Arbeitstag den Bus, um zum Rathaus zu fahren. Inzwischen hat er sogar den Personenbeförderungsschein erworben und will hin und wieder eine „Schicht“ übernehmen.

Der Verein zieht nach einem Jahr ein uneingeschränkt positives Fazit. Es ist gut gelungen, den Busbetrieb mit Ehrenamtlichen zu meistern und der Bus erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit bei den Bürgern.

Für die Zukunft wünscht sich der Verein, dass es gelingt, die Zahl der Mitglieder zu erhöhen. Der Verein braucht mehr Menschen, die ihn unterstützen, indem sie durch ihre Mitgliedschaft dafür sorgen, dass er dauerhaft auf gesunden Füßen steht. Auch das Fahrer-Team würde sich über Verstärkung sehr freuen. Wer sich gerne in den Dienst der guten Sache stellen möchte, ist in unserem Team herzlich willkommen. Der zeitliche Umfang ist frei wählbar, gerne auch als Urlaubs- oder Krankheitsvertretung. Genaue Informationen gibt es beim 2. Vorsitzenden Rolf Hamm unter Tel. 06202-271647 und unter www.buergerbus-plankstadt.de.

Gaby Wacker