Der Bürgerbusverein freut sich über den 1000. Fahrgast (v.l. Karl Schleich, Dieter List, Andreas Kistner, Götz Junk): Inge Neidig ( mit Blumenstrauß) ist die Glückliche.
Foto: Sigrid Schüller 

Seit neun Wochen erst dreht der Bürgerbus seine Runden durch die Gemeinde und doch konnte vergangene Woche bereits der 1000. Fahrgast willkommen geheißen werden. Inge Neidig war die Glückliche und sie konnte ihr Glück kaum fassen, als sie von Fahrer Götz Junk und einer Delegation des Vereinsvorstandes mit Blumen und einer Freikarte an der Haltestelle "Vogelpark" begrüßt wurde. Mit ihr "traf" es die Richtige, ist sie doch eine regelmäßige Mitfahrerin. Sie entspricht genau der Zielgruppe Senioren, denen der Bus zu mehr Flexibilität und Unabhängigkeit im Alltag verhilft. Zwar kann jeder den Bürgerbus benutzen, er ist aber eindeutig in "Seniorenhand". In diesem Sinn freut sich das Fahrer-Team noch auf viele Fahrgäste, die sich in angenehmer und kommunikativer Atmosphäre durch Plankstadt chauffieren lassen wollen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht der Schwetzinger Zeitung: Für Fahrgast Inge Neidig gibt es Blumen

Plankstadt. Als sich der Bürgerbus gestern um 9.50 Uhr auf die sogenannte Nord-Schleife begab, war dies keine gewöhnliche Fahrt. Im Gegenteil, ein erster Meilenstein in der noch jungen Vereinsgeschichte sollte passiert werden - das Team des Bürgerbusvereins erwartete den 1000. Fahrgast ...

NAHVERKEHR: Experten diskutieren im Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises ergänzende Mobilitätsangebote

Mit Erwähnung des Plankstädter Bürgerbusses !!!

"Erreichbarkeit ist der Schlüssel für die Zukunft des ländlichen Raums", erklärt Joachim Bauer, Erster Landesbeamter beim Rhein-Neckar-Kreis. "Mit Kreativität und bürgerschaftlichem Engagement" könnten zusätzliche Angebote geschaffen werden. Bislang werde der "Faktor Mobilität" im ländlichen Raum immer noch überwiegend mit dem eigenen Pkw gesichert. Unter dem Motto "Bürger fahren für Bürger" gebe es in Plankstadt seit 21. März einen Bürgerbus, freute sich Bauer über das erste Angebot dieser Art im Kreis.

Hier der Link zum Artikel: 

http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/metropolregion/burgerbus-fullt-verkehrslucken-1.2756435

Heiner Wolf, Vertrauensmann der ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer im Bürgerbusverein Plankstadt, hatte es übernommen, einen Erste-Hilfe-Auffrischungskurs für diese zu organisieren. In den Räumen des DRK Plankstadt begrüßte DRK-Ehrenvorsitzender Guntram Welzig die wissbegierige Gruppe und informierte zuerst über die derzeit gültigen Verfahren bei der Ersten Hilfe.

Anschaulich wurde über die einfache stabile Seitenlage oder über die Abnahme von Helmen gesprochen und dies praktisch vorgeführt. Natürlich gelten bei einer Notsituation immer noch die Grundregeln „Ruhe bewahren“, „über 112 Hilfe holen“ und „dem Verletzten Zuspruch geben“. Sollte es notwendig werden, bei einem Bewusstlosen eine künstliche Beatmung durchzuführen, so muss mit einer Herzdruckmassage begonnen werden. Schnell und rhythmisch muss dabei der Brustkorb 30 Mal ca. 5 cm tief auf Höhe der Brustbeinmitte eingedrückt werden; danach erfolgt zweimal eine Mund zu Mund oder Mund zu Nase Beatmung. Dieses Verfahren sollte der Ersthelfer so lange fortsetzen, bis professionelle Hilfe eingetroffen ist. 

Guntram Welzig (links) demonstriert an einem Modell die Herzmassage. Rolf Hamm, Gerhard Wacker, Andreas Kistner und Andrea Stodt (v.l.) sind überrascht, welcher Kraftaufwand dabei notwendig ist.

Befindet sich in einer solchen Situation ein automatischer elektrischer Defibrillator (AED) in der Nähe, kann dieser eingesetzt werden. In Plankstadt befinden sich solche Geräte in den beiden Schulen, der Mehrzweckhalle, dem Gemeindezentrum, der betreuten Seniorenwohnanlage, dem Friedhof und dem Rathaus. Beim Gebrauch eines solchen Gerätes ist es ganz besonders wichtig¸ den automatisierten Sprachanweisungen zu folgen, genau die vorgeschriebene Reihenfolge einzuhalten und nichts zu überhasten. Guntram Welzig erklärte begleitend, dass Deutschland mit jährlich 160.000 Herzinfarkttoten nur an 18. Stelle in der Welt liege. Gelinge es z.B. durch einen Defi in den ersten 3 Minuten das Herz wieder zum Schlagen zu bringen, so bestehe eine 75-prozentige Überlebenschance.

Andrea Stodt (li) beobachtet interessiert das Anlegen der Elektroden am Übungs-Defibrillator durch Kursleiter Guntram Welzig (re) vom DRK Plankstadt.

Für die Bordausrüstung des Bürgerbusses überreichte Welzig eine selbstkühlende Eiskompresse und eine Rettungsdecke. Heiner Wolf bedankte sich mit einem kleinen Präsent für die lehrreichen Ausführungen.  

Kontaktmöglichkeiten: Werner Wohlfahrt, 1. Vorsitzender (Tel. 06202 / 23931)

-wac-

alle Fotos: Heiner Wolf

Steigen Sie ein, fahren Sie mit.  

Seit Montag, den 21. März 2016, fährt der Bürgerbus durch Plankstadt.

Unsere Fahrgastzahlen sind beeindruckend und das schon in den ersten vier Wochen.